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Teeniechor der Pfarrei Schirmitz begeistert bei Auftritt in der Stadthalle Neustadt – 500 Besucher

Teeniechor Schirmitz - Konzert Stadthalle Neustadt

Mit einem derartigen Andrang hatte wohl niemand gerechnet. Massenweise mussten zusätzliche Stühle herangekarrt. Der Saal wurde sogar nach hinten geöffnet, weil sich die Besucher dicht an dicht zwängten. 500 Gäste erwarteten den Auftritt der mehr als 50 jungen Sänger und ließen sich vom harmonischen Dreiklang aus guter Musik, begeisterten Akteuren und einem guten Zweck berühren.

Nach dem hymnischen „Kayama“ des walisischen Komponisten Karl Jenkins begrüßte Florian Schott, der Präsident des Lions-Clubs Neustadt die Besucher und stellte „Lukas II“ vor. Dabei handelt es sich um eine Maschine zur Erleichterung der Herz-Lungen-Wiederbelebung, deren Anschaffung sich der Lions-Club zur Aufgabe gemacht hat. Nach der Kreisstadt, die als erste Rettungswache in der Oberpfalz bereits damit ausgerüstet ist, soll nun Eschenbach als nächster Standort folgen. Schott dankte dem Teeniechor und Organisator Christian Kick.

Psalmen und Rock
Die Teenies und ihre Band legten unter der Leitung von Wolfgang Ziegler richtig los. Antonia Vogl führte durch das umfangreiche Programm, das wohl alle musikalischen Geschmäcker im Saal abdeckte und kaum einen Wunsch offen ließ. Ob rockiger Gospel oder getragener lateinischer Psalm, ob Friedenslied oder Liebeslied, der Teeniechor weckte immer die richtigen Emotionen. Und beim Klassiker „Shout“ aus „Sister Act“ ging so richtig die Post ab. Gesangssolistin Tine Steinhauser machte die Abwesenheit von Whoopi Goldberg zur Nebensache.

Bei den deutschsprachigen Songs „Solange man Träume noch leben kann“ und einem herzerweichend schönen „Dir gehört mein Herz“ konnte man jedes Wort verstehen. Da machte sich die intensive Probenarbeit des Chorleiters Ziegler voll bemerkbar. Seiner Begeisterungsfähigkeit ist es zu verdanken, dass 42 junge Damen und 12 junge Herren viel Zeit für ihren Teeniechor opfern. „Tu felix Schirmitz“ – du glückliches Schirmitz möchte man rufen, denn wie viele Pfarreien haben solch einen Jugendchor?

Mit einem fetzigen Medley der beliebtesten Songs der Band „Queen“, bei dem sich E-Gitarrist Jakob Rom von seiner besten Seite zeigte, schickten die Musiker das Publikum in die Pause. Dort konnten sich die Zuhörer die Wirkungsweise und Einsatzmöglichkeiten von „Lukas II“ durch Mitglieder des BRK demonstrieren lassen.

„Waka Waka“ zum Einstieg in den zweiten Teil des Konzertes weckte so manche Erinnerung an die Fußball- WM 2010. Bei Robbie Williams „She’s the One“ schmachteten alle Besucher im Saal – zum Träumen schön gelang dieses Liebeslied. Ein besonderer Höhepunkt war der Soloauftritt von Tine Steinhauser mit Christina Aguileras „Hurt“, einfühlsam begleitet von Theresa Frischholz am E-Piano. „My Heart will go on“ aus dem bekannten Film „Titanic“ begann mit einer herrlich lyrischen Einleitung der Querflöte, gespielt von Wolfgang Zieglers Ehefrau Sieglinde.

Einen sehr differenzierten Umgang mit mehrstimmigen Chorsätzen in dichter Harmonik bewies der Teeniechor auch in „For the longest Time“. Mucksmäuschenstill lauschte das Publikum der Ballade „Das Beste“ aus der Feder der Band „Silbermond“.

Das umfangreiche Programm endete mit einem schwungvollen „Moviestar“ von Harpo. Doch das Publikum hatte noch lange nicht genug.

Teeniechor Schirmitz - Lions Club Neustadt

Vor den unverzichtbaren Zugaben bedankte sich Chorleiter Ziegler beim Lions-Club für die Einladung und bei allen Mitwirkenden auf und hinter der Bühne. Was kaum einer bemerkt hatte, verriet er erst zum Schluss: Zwei der Bandmitglieder waren kurzfristig eingesprungen und meisterten ihren Part mit kürzester Probenzeit. Und so galt ein besonderer Dank dem E-Gitarristen Jakob Rom und dem glänzenden Pianisten Michael Bertelshofer. Werner Riedl als rhythmisch unerschütterlicher und einfühlsamer Mann am Schlagzeug, Theresa Frischholz als Klangzauberin am Synthesizer und die hervorragende Querflötistin Sieglinde Ziegler rundeten das Quintett ab. Auch Gerhard Schönig, der Mann am Mischpult wurde nicht vergessen, sorgte er doch für einen differenzierten und nie zu lauten Klang in der auch akustisch gelungenen Stadthalle.

„Africa“ als Zugabe
Nach stehenden Ovationen beglückten Teeniechor und Band das Publikum mit „Africa“ und „Proud Mary“. Auch dafür gab es noch einmal Riesen- Beifall. Das Publikum strömte an den Spendenboxen vorbei ins Freie und bescherte den Veranstaltern einen Spendenerlös in Höhe von 2550 Euro – immerhin knapp ein Sechstel des Anschaffungspreises von „Lukas II“.

Quelle: Der Neue Tag

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